Bis zu 200 Meter unter Tag

von Barbara Hechenblaikner
29. April 2026

Bis zu 200 Meter unter Tag

Die 3. und 4. Klasse bekam Besuch vom Archäologen Phil Grutsch (Kulturservice/ Junge Uni Innsbruck). Er erzählte den Kindern Spannendes über das Leben und Arbeiten tief unter der Erde – bis zu 200 Meter unter Tag!

Dort unten wurde schon vor sehr langer Zeit Bergbau betrieben. Menschen bauten wichtige Rohstoffe ab, zum Beispiel Salz, verschiedene Metalle und Feuerstein. Feuerstein war besonders wichtig, weil man damit Funken schlagen und Feuer machen konnte. Metalle wurden oft als sogenannte Erze gefunden – das sind Gesteine, in denen verschiedene Metalle gemischt sind.

Der Bergbau begann schon in der Bronzezeit und wurde später in der Eisenzeit weitergeführt. Das bedeutet, dass Menschen schon vor tausenden Jahren unter der Erde gearbeitet haben!

Besonders spannend: In den Bergen bleiben viele Dinge gut erhalten, weil es dort eine trockene Kälte gibt. In großen Höhen ist die Luft oft sehr trocken und kalt, was die Aktivität von Bakterien, Pilzen und Insekten stark verlangsamt oder stoppt.

Archäologen finden dort alte Werkzeuge, Kleidung und andere Gegenstände aus der damaligen Zeit. Phil Grutsch zeigte sogar kleine Holzspäne, die 2000 bis 3000 Jahre alt sind. Diese Späne dienten früher als Lichtquelle im Berg. Sie konnten aber nur etwa 15 Minuten lang brennen – dann musste man neue anzünden.

Die Kinder lernten, wie hart und gefährlich die Arbeit im Berg war, aber auch, wie clever die Menschen damals schon waren. Ein aufregender Einblick in die Welt unter unseren Füßen!